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Einheimisches Holz ist die Energiequelle der Zukunft.

Holz kann laut GVOB ein wichtiger nachhaltiger Energieträger sein, wenn es verantwortungsvoll gewonnen wird. Der Verband betont seine Bedeutung für den künftigen Energiemix und räumt gängige Mythen aus

 

In der aktuellen Debatte um nachhaltige Energiequellen rückt Holz als Energieträger zunehmend in den Fokus. Der GesamtVerband OfenBau e.V. (GVOB) stellt klar: Holz spielt eine essenzielle Rolle im Energiemix der Zukunft, wenn es nachhaltig gewonnen und genutzt wird. Um bestehende Mythen und Missverständnisse auszuräumen, bezieht der Verband Stellung zu den häufigsten Kritikpunkten.

 

Treibhausgasemission – Kritiker weisen häufig darauf hin, dass bei der Holzverbrennung CO2 freigesetzt wird. Stellungnahme GVOB: „Holz ist der älteste natürliche Brennstoff. Und abgesehen vom direkten Sonnenlicht ist Holz die umweltfreundlichste Wärmequelle des Menschen. Es macht keine Schulden bei der Natur, denn es heizt CO2-neutral. Bei der Verbrennung in einer Feuerstätte wird lediglich so viel CO2 freigesetzt, wie das Holz während seines Wachstums aus der Umwelt aufgenommen und in seiner Biomasse gespeichert hat. Das gleiche gilt für natürlich verrottendes, im Wald zu Boden gefallenes Holz – ein natürlicher Kreislauf, der sich grundlegend von fossilen Brennstoffen unterscheidet.“

 

Nachhaltigkeit – Es wird oft argumentiert, dass ein verstärkter Holzeinsatz zu vermehrter Abholzung führe. Stellungnahme GVOB: „Moderne Forstwirtschaft stellt sicher, dass Wälder erhalten und ökologisch bewirtschaftet werden. Der Einsatz klimaangepasster Baumarten erhöht zum Beispiel ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels. Zudem wächst in Deutschland seit Jahrzehnten mehr Holz nach, als geerntet wird – mit Ausnahme von zwei Jahren mit starkem Borkenkäferbefall. Rund ein Drittel Deutschlands ist bewaldet, wobei das vorhandene Energiepotenzial bislang nicht ausreichend genutzt wird. Tatsächlich steht mehr Holz zur Verfügung als in jedem anderen EU-Land, sogar mehr als in Schweden oder Finnland. Durch nachhaltige Bewirtschaftung bleibt der Waldbestand konstant und der Rohstoff Holz langfristig verfügbar. Bemerkenswert ist, dass etwa 5 Prozent der Holzernte gar nicht verwertet werden und im Wald verbleiben. Allein dieses Restholz birgt ein enormes Energiepotenzial.“

 

Energieeffizienz: Es wird manchmal in Frage gestellt, ob Holz eine effiziente Energiequelle sei. Stellungnahme GVOB: „Moderne Feuerstätten überzeugen nicht nur durch ihre hohen Wirkungsgrade, sondern auch durch niedrigere Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen. Geräte wie wasserführende Kachelöfen, Heizkamine, Kamin- oder Pelletöfen arbeiten nach strengen Grenzwerten und senken im Vergleich zu älteren Modellen den Ausstoß von Feinstaub, Kohlenmonoxid sowie weiteren Schadstoffen. Sie können an zentrale Heizsysteme angeschlossen werden und leisten zum Beispiel in Kombination mit Wärmepumpen einen wertvollen Beitrag zur Gebäudebeheizung. Damit unterstützen sie maßgeblich die Unabhängigkeit der Verbraucher von fossilen Brennstoffen.“

 

Feinstaubbelastung – Die Frage, wie sauber Holzenergie wirklich ist, wird immer wieder gestellt. Stellungnahme GVOB: „Moderne Holzfeuerstätten arbeiten mit sauberer Verbrennungstechnologie. Durch innovative Brennraumgestaltung, elektronische Abbrandsteuerung, Abgaskatalysatoren und Filtertechnik werden Emissionen auf ein Minimum reduziert – sodass alle aktuellen Standards und gesetzlichen Grenzwerte erfüllt werden.“

 

Ressourcennutzung – Oft wird gefragt, ob Holz nicht besser stofflich genutzt werden sollte, beispielsweise für Möbel oder den Hausbau. Stellungnahme GVOB: „Die Kaskadennutzung ist der Königsweg, um Holz möglichst effizient zu verwerten. Es bedeutet die aufeinander folgende, mehrmalige Nutzung des Rohstoffs. Dabei steht von einem Baum in der Regel nur etwa die Hälfte für industrielle Anwendungen zur Verfügung. Der übrige Anteil ist entweder für eine stoffliche Nutzung ungeeignet oder zu kostenintensiv aufzubereiten. In Deutschland ist es gängige Praxis, Holz zunächst stofflich zu nutzen – etwa als Bauholz, für Möbel oder in der Papier- und Zellstoffproduktion. Danach kann der Werkstoff wiederverwertet werden. Aus Gebrauchtholz entstehen so zum Beispiel Spanplatten oder Bodendielen. Und in späteren Phasen des Lebenszyklus lässt sich Holz thermisch als Energiequelle einsetzen.“

 

„Holz ist nicht die einzige Lösung, aber ein unverzichtbarer Baustein eines zukunftsfähigen Energiemixes“, betont Robert Mülleneisen, Ofenbaumeister und Vorsitzender des GVOB. „Durch nachhaltige Forstwirtschaft, moderne Technik und intelligente Nutzung bleibt Holz eine sichere, erneuerbare und klimafreundliche Energiequelle. Wärmegewinnung aus Holz bietet zudem Versorgungssicherheit – unabhängig von Wind und Wetter. Bereits jetzt trägt Holz als regenerative, CO2-neutrale Energieressource mit fast 6 Prozent zum deutschen Endenergieverbrauch und mit 37 Prozent zu der erneuerbaren Wärme bei. Um die Energieprobleme zu lösen und die Klimaziele zu erreichen, sind jedoch weitere Maßnahmen und ein rascher Ausbau erforderlich.“

 

Der GVOB fordert daher eine faktenbasierte Diskussion und eine klare politische Strategie zur nachhaltigen Nutzung von Holz als Energiequelle.

 

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Folgende Abbildungen sind der Presseinformation beigefügt:

 

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