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Technik & Funktion Nachhaltigkeit & Umwelt Tipps vom Ofenbauer

Holz – heimischer Brennstoff mit Zukunft

Holz ist der ideale Brennstoff für moderne Feuerstätten: zukunftssicher, umweltfreundlich und Kosten sparend. Der regenerative, heimische Energieträger aus nachhaltiger Forstwirtschaft bietet eine hohe Versorgungssicherheit und macht unabhängig von fossilen Brennstoffen. Für Holz aus heimischen Wäldern spricht auch, dass es über kurze Wege zum Verbraucher gelangt.

Holz ist der ideale Brennstoff für moderne Feuerstätten: zukunftssicher, umweltfreundlich und Kosten sparend. Der regenerative, heimische Energieträger aus nachhaltiger Forstwirtschaft bietet eine hohe Versorgungssicherheit und macht unabhängig von fossilen Brennstoffen. Für Holz aus heimischen Wäldern spricht auch, dass es über kurze Wege zum Verbraucher gelangt. Ob mit Scheitholz oder Holzpellets: Sie heizen deutlich günstiger als mit Heizöl oder Erdgas und sind von deren Preisentwicklung unabhängig. Dabei können Sie zwischen drei Alternativen wählen:

 

Scheitholz

  • Scheitholz ist der älteste und natürlichste Brennstoff der Welt. Scheit- oder Stückholz kann problemlos über regionale Anbieter bezogen werden. Informationen über nahe gelegene Bezugsquellen erhalten Sie z. B. bei Ihrem Förster oder der für Ihren Wohnort zuständigen Forstbehörde.
    Holz der verschiedenen Baumarten hat unterschiedliche Heizwerte. Gemessen am Volumen besitzt Buchen- und Eichenholz den höchsten Heizwert. Der durchschnittliche Energiegehalt von 1 Kilogramm luftgetrocknetem Holz liegt bei 4 kWh. Damit Sie Ihre Holzvorräte bestmöglich nutzen und genießen können, ist folgendes zu beachten: Verfeuern Sie nur unbehandeltes, gut abgelagertes und damit trockenes Brennholz.

     

Pellets: effizient und umweltschonend

  • Pellets machen das Heizen mit Holz so komfortabel wie nie. Die ca. 20 – 50 mm langen und etwa 4 – 10 mm dicken zylindrischen Stäbchen werden aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz (Sägemehl, Hobel- und Sägespäne, Waldrestholz) ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck gepresst. Das Holz wird somit optimal verwertet.
    Pellets eignen sich hervorragend für eine automatische Beschickung des Ofens. Sie werden vom Brennstoffhändler in Säcken geliefert oder per Tankwagen in den Vorratsraum, das Pelletsilo oder den Pellettank gepumpt.
    Pelletöfen erreichen Wirkungsgrade von über 90 %. Pellets bieten durch ihre geringe Restfeuchte einen hohen Heizwert. Sie verbrennen (wie Stückholz) CO2-neutral und es bleibt nur wenig Asche zurück. Ein Kilogramm Pellets hat mit 5 kWh/kg etwa den gleichen Energiegehalt wie ein halber Liter Heizöl. Pellets benötigen nur halb so viel Lagerraum wie Stückholz.
    Achten Sie beim Kauf auf eine hohe Qualitätsnorm (A1 oder ENplus) für eine optimale Verbrennung.

     

Holzbriketts mit hohem Heizwert

  • Holzbriketts werden nach dem gleichen Verfahren wie Pellets aus Restholz verpresst. Sie sind in unterschiedlichen Formen und Größen über den Fachhandel erhältlich. Durch die hohe Verdickung beim Brikettieren haben sie ein ähnliches Brennverhalten wie Braunkohle, setzen beim Abbrand jedoch weniger Ruß, Asche und Schwefel frei. 
    Holzbriketts in zertifizierter Qualität haben einen deutlich höheren Heizwert als Holzscheite und brauchen weniger Lagerplatz. Eine Tonne Holzbriketts (ein handelsübliches, auf einer Palette geschichtetes Gebinde) ersetzt etwa 2,5 Raummeter trockenes Buchen-Brennholz. 
    Wer Holz kauft, sollte auch nach dessen Herkunft fragen. In Deutschland gibt es gesetzliche Regelungen und Gütesiegel, die dafür sorgen, dass hohe Nachhaltigkeitsstandards eingehalten werden. Achten Sie beim Bezug von Holzbriketts und Pellets jedoch auf hochwertige, nach ENplus zertifizierte Produkte.

     

Heizen mit Holz – Vorteile

  • CO2-neutrales Heizen, saubere Verbrennung
  • Klimaneutral
  • Unabhängigkeit von steigenden Preisen für fossile Brennstoffe
  • Scheitholz, Pellets, Holzbriketts: kostengünstiger als Heizöl und Erdgas
  • Pellets und Holzbriketts: höhere Energiedichte, weniger Platzbedarf
  • Nachwachsender Rohstoff
  • Gesicherte Versorgung
  • Heimische Energiequelle

     

Natürlicher Brennstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft
Heizen mit Holz fördert eine nachhaltige Forstwirtschaft. Denn durch die forstliche Nutzung kann sich der Baumbestand flächig verjüngen. Eine nachhaltige Forstwirtschaft fördert das Wachstum der Bäume und hilft konkurrenzschwachen Baumarten bei ihrer Ansiedelung. Der Bestand an jungen und alten Bäumen wird stets in einem ausgewogenen Gleichgewicht gehalten.

Durch eine nachhaltige Bewirtschaftung nimmt die CO2-Speicherleistung des Waldes zu. Dies ergab eine Studie der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg. Allein in Deutschland werden so pro Tag circa 356.000 Tonnen CO2 gebunden. Insbesondere junge und wachstumsstarke Wälder spielen als dauerhafter CO2-Senker eine sehr wichtige Rolle.

Der Wald dient nicht nur als Holzlieferant, sondern er erzeugt auch große Mengen Sauerstoff, filtert unsere Atemluft, schützt Klima und Boden, speichert unser Trinkwasser und ist zugleich Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

 

Wachsende Energiereserven – gute Ökobilanz
Deutschland ist eines der waldreichsten Länder der Europäischen Union. Rund 30 Prozent sind mit Wald bedeckt, das sind ca. 10,7 Millionen Hektar. Der jährliche Zuwachs beträgt 120 Millionen Kubikmeter. Pro Sekunde wächst somit in Deutschland ein Holzwürfel mit einer Kantenlänge von 1,56 Metern heran. Geerntet werden jährlich nur 65 bis 75 m3.

Da derzeit der Holzzuwachs die Holznutzung übersteigt, ist in den letzten Jahrzehnten ein Holzvorrat von 3,7 Milliarden Kubikmetern entstanden. Der Brennholzeinschlag bedeutet keine Beeinträchtigung des ökologischen Gleichgewichtes in den Wäldern. Das Potenzial an nachhaltig nutzbaren Rohholzmengen wird regelmäßig durch Bundeswaldinventuren in allen Landkreisen Deutschlands erhoben.

 

Braunkohlebriketts
Zum Befeuern bieten sich je nach regionalen Gegebenheiten und technischer Ausstattung des Ofens auch Braunkohlebriketts als Alternative an. Sie kommen aus heimischen Beständen und bieten hohe Versorgungssicherheit. Braunkohlebriketts brennen lange und gleichmäßig – z.B. auch zur Erhaltung der Glut über Nacht. Sie benötigen beim Anheizen eine höhere „Starttemperatur“ als Holz. Deshalb empfiehlt es sich, mit Anmachholz vorzuheizen, bis ein ausreichendes Glutbett entstanden ist. Der Heizwert von einem Kilogramm Braunkohle liegt bei 6,0 kWh.

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