Holz – nachwachsender Brennstoff für moderne Feuerstätten
Holz ist ein bewährter Brennstoff für moderne Feuerstätten. Der nachwachsende Energieträger kann regional bereitgestellt und mit moderner Feuerungstechnik effizient zur Wärmeerzeugung genutzt werden. Wer Brennholz aus der Region bezieht, profitiert zudem von vergleichsweise kurzen Transportwegen.
Für das Heizen mit Holz stehen verschiedene Brennstoffarten zur Verfügung. Scheitholz, Pellets und Holzbriketts unterscheiden sich unter anderem in Handhabung, Lagerung, Energiedichte und Einsatzmöglichkeiten.
Scheitholz
Scheitholz ist ein traditioneller und naturbelassener Brennstoff. Scheit- oder Stückholz kann beispielsweise über regionale Anbieter bezogen werden. Informationen über Bezugsquellen in der Nähe erhalten Sie unter anderem bei Forstbetrieben, Brennstoffhändlern oder den zuständigen Forstbehörden.
Holz verschiedener Baumarten besitzt unterschiedliche Heizwerte. Auch die Holzfeuchte hat entscheidenden Einfluss auf den nutzbaren Energiegehalt und die Verbrennung.
Verwenden Sie deshalb ausschließlich unbehandeltes und ausreichend trockenes Brennholz. Richtig gelagertes Brennholz unterstützt eine effiziente und emissionsarme Verbrennung.
Pellets: kompakt und effizient heizen
Pellets ermöglichen einen besonders komfortablen Umgang mit dem Brennstoff Holz. Die kleinen Presslinge werden überwiegend aus getrocknetem, naturbelassenem Holz hergestellt und unter hohem Druck gepresst.
Pellets eignen sich besonders für Feuerstätten mit automatischer Brennstoffzufuhr. Sie werden vom Brennstoffhändler beispielsweise als Sackware geliefert oder per Tankwagen in geeignete Lagersysteme eingebracht.
Moderne Pelletöfen können hohe Wirkungsgrade erreichen. Durch ihre geringe Restfeuchte besitzen Pellets einen hohen Heizwert und benötigen aufgrund ihrer hohen Energiedichte vergleichsweise wenig Lagerraum.
Achten Sie beim Kauf auf geeignete Brennstoffqualität. Zertifizierungen wie ENplus können dabei Orientierung hinsichtlich definierter Qualitätsanforderungen bieten.
Holzbriketts mit hoher Energiedichte
Holzbriketts werden unter hohem Druck aus Holzpartikeln gepresst und sind in unterschiedlichen Formen und Größen im Fachhandel erhältlich.
Durch die Verdichtung verfügen Holzbriketts über eine hohe Energiedichte. Gegenüber Scheitholz kann dadurch – abhängig von Holzart, Feuchte und Produktqualität – weniger Lagerraum für eine vergleichbare Energiemenge erforderlich sein.
Wer Holzbriketts kauft, sollte neben der Produktqualität auch auf die Herkunft des verwendeten Holzes achten. Angaben des Herstellers und anerkannte Zertifizierungen können dabei Orientierung bieten.
Heizen mit Holz – die Eigenschaften im Überblick
- Nachwachsender Energieträger
- Unterschiedliche Brennstoffarten für verschiedene Anforderungen
- Scheitholz kann regional verfügbar sein
- Moderne Feuerungstechnik ermöglicht eine effiziente Brennstoffnutzung
- Pellets ermöglichen eine automatische Brennstoffzufuhr
- Pellets und Holzbriketts bieten eine hohe Energiedichte bei vergleichsweise geringem Platzbedarf
- Holz kann eine zusätzliche Energiequelle für die Wärmeversorgung im eigenen Zuhause sein
Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern
Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Entscheidend für seine langfristige Verfügbarkeit sind der Zustand der Wälder, ihre Bewirtschaftung und das Verhältnis zwischen Holzzuwachs und Holzentnahme.
Eine verantwortungsvolle und langfristig ausgerichtete Waldbewirtschaftung berücksichtigt dabei unterschiedliche Funktionen des Waldes. Neben der Bereitstellung des Rohstoffs Holz sind Wälder Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Sie speichern Kohlenstoff, beeinflussen den Wasserhaushalt, schützen Böden und erfüllen wichtige Erholungs- und Schutzfunktionen.
Wer Brennholz kauft, kann auf dessen Herkunft achten und sich beim Anbieter über die Bewirtschaftung und Herkunft des verwendeten Holzes informieren.
Holz aus deutschen Wäldern
Deutschland gehört zu den waldreichen Ländern Europas. Rund ein Drittel der Landesfläche ist bewaldet. Holz steht damit als heimischer und nachwachsender Rohstoff zur Verfügung.
Wie viel Holz langfristig genutzt werden kann, hängt jedoch nicht allein vom jährlichen Holzzuwachs ab. Auch natürliche Abgänge, Waldschäden, der notwendige Waldumbau und die Entwicklung der Holzvorräte spielen eine Rolle.
Die Bundeswaldinventur erfasst regelmäßig Zustand, Entwicklung, Holzvorräte und Nutzung der deutschen Wälder und liefert damit wichtige Daten für eine langfristig ausgerichtete Waldbewirtschaftung.
Braunkohlebriketts
Je nach technischer Zulassung und Ausstattung der Feuerstätte können auch Braunkohlebriketts als Brennstoff eingesetzt werden. Ob der jeweilige Ofen dafür geeignet und zugelassen ist, entnehmen Sie bitte den Herstellerangaben.
Braunkohlebriketts besitzen ein anderes Abbrandverhalten als Holz und benötigen beim Anheizen eine höhere Starttemperatur. Deshalb kann es je nach Feuerstätte sinnvoll sein, zunächst mit geeignetem Anmachholz ein ausreichendes Glutbett herzustellen.
Verwenden Sie grundsätzlich nur Brennstoffe, für die Ihre Feuerstätte ausdrücklich zugelassen ist.